Fotolia_51574288_M
Text Dr rer nat Wolfram Süß
Text Heilpraktiker
Text Zertifiziert

Ängste und Phobien

Normalerweise entwickelt sich Angst in uns, um uns vor Gefahren zu warnen und uns schützende Reaktionen ergreifen zu lassen. Dabei laufen verschiedene Mechanismen auf emotionaler, kognitiver, vegetativer und motorischer Ebene ab. Es werden sogenannte Stresshormone ausgeschüttet. Unsere Aufmerksamkeit ist dabei ganz auf die kritische Situation gerichtet. Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Zittern, Weinen sind dabei typische körperliche Symptome von Angst.

Wenn Angst aber ohne ersichtlichen Grund oder unpassend zur Situation auftritt, kann das für Betroffene ein großes Problem darstellen. Verstärkt wird diese Problematik dann oft noch durch das Wissen, nicht angemessen reagieren zu können.

Kennzeichen krankhafter Angst

  • Die Angst ist nicht angemessen zur Situation
  • Die entsprechenden Angstreaktionen halten deutlich länger an, als es notwendig wäre
  • Die Angst ist durch den Betroffenen weder erklärbar, beeinflussbar noch zu bewältigen
  • Die Ängste führen zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Lebens der Betroffenen

Grundsätzlich können krankhafte Ängste scheinbar völlig grundlos auftreten, also ohne dass eine tatsächliche Gefahr für uns besteht (z.B. generalisierte Angststörung, Panikstörung). Phobien sind dagegen zielgerichtet und beziehen sich auf bestimmte Objekte und Situationen.

Verhaltenstherapie und Hypnosetherapie sind wirkungsvolle Instrumente bei der Behandlung von Angststörungen. Bei Fragen sprechen Sie mich dazu einfach an.

Sonderfall Phobische Störungen

Phobien sind immer auf bestimmte Objekte und Situationen bezogen, die voller Angst ertragen oder vermieden werden. Die Betroffenen erkennen zwar, dass ihre Angst unbegründet ist, werden von ihr aber geradezu überwältigt. Das kann sich von leichtem Unbehagen bis zu einer Panikreaktion äußern. Oft löst schon die Erwartung einer bestimmten Situation eine Angstreaktion aus.

Bekannte Phobien sind

  • Agoraphobie: Angst vor großen Plätzen, Menschenansammlungen, Reisen mit großer Entfernung, Reisen alleine. Die Situationen werden vermieden, in der Folge oft das Haus nicht mehr verlassen. Man unterscheidet die Formen mit und ohne Panikstörung
  • Soziale Phobie: Furcht vor prüfender Betrachtung, negativer Bewertung durch das menschliche Umfeld oder Angst, sich zu blamieren. Symptome können zum Beispiel Zittern, Erröten oder Erbrechen sein. Die Situationen werden dann wenn möglich vermieden (Beginn oft im Jugendalter).
  • Spezifische Phobie:  Immer auf spezielle Objekte und Situationen gerichtet, die wenn möglich vermieden werden. Diese Phobien können über Jahrzehnte bestehen bleiben (Beginn oft im Jugendalter). Bekannte spezifische Phobien sind die Angst vor engen oder verschlossenen Räumen, Angst vor Insektenstichen oder Infektionen, Angst vor Spinnen, Spritzen, Blut oder vor Höhe.

Sonderfall Panik(-Störung)

Die Angst tritt dabei in Form einer plötzlichen Attacke auf. Diese Panik-Attacken treten unerwartet und nicht durch ein bestimmtes Objekt oder eine Situation ausgelöst auf. Die Angst ist sehr stark und überwältigend. Typische Symptome sind zum Beispiel Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, ein Gefühl der Schwäche, Schwindel, Atemnot, Hyperventilieren und das Empfinden zu sterben, ersticken, einen Herzanfall erleiden oder ohnmächtig zu werden. Die Attacken erreichen nach zehn Minuten ihren Höhepunkt. Es ensteht die Erwartungsangst, jederzeit wieder eine solche Attacke zu erleiden - oft mit schwerwiegendem Vermeidungsverhalten.

Vor dem Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung einer Panikstörung müssen immer mögliche körperliche Ursachen ausgeschlossen werden (insbesondere akute Herzerkrankungen).

 

Impressum

 
Fotolia_27635415_XS

Dr.rer.nat. Wolfram Süß | Grundstrasse 1 | 64678 Lindenfels | Tel 0 62 54/56 32 05 2
www.Heilpraxis-Suess.de | kontakt@Heilpraxis-Suess.de