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Text Dr rer nat Wolfram Süß
Text Heilpraktiker
Text Zertifiziert

Häufige Fragen zu Hypnose

Hypnose

Was ist Hypnose?
Ist Hypnose wissenschaftlich fundiert?
Wie fühlt sich Hypnose an?
Wie funktioniert Hypnose?
Wie läuft eine Hypnosesitzung ab?
Was ist das Besondere an meinen Hypnosetechniken?
Muss ich an die Hypnose glauben?
Bin ich überhaupt hypnotisierbar?
Bin ich während der Hypnose willenlos?
Schlafe ich in Hypnose oder bin ich bewusstlos?
Wie lange hält die Wirkung der Hypnose an?
Wie viele Hypnose-Sitzungen sind notwendig?
Gibt es Gefahren bei der Hypnose?

Was ist Hypnose?

Jeder kennt die Anfänge einer Trance wie sie in ausgeprägter Form auch Grundlage einer Hypnose ist. Zum Beispiel wenn Sie Abends kurz vor dem Einschlafen Ihre Gedanken fallen lassen oder auch den Moment direkt nach dem morgendlichen Aufwachen. Aber auch wenn Sie sich in einen bestimmte monotonen Arbeitsablauf so hineingeben, daß Sie völlig die Zeit vergessen. Vielleicht kennen Sie auch das Abschalten Ihres Bewusstseins, wenn Sie eine längere gleichförmige sportliche Tätigkeit wie einen Dauerlauf ausüben. Aber auch wenn Sie einfach nur längere Zeit “gedankenverloren” aus dem Fenster schauen.
Der Unterschied zwischen solchen alltäglichen, einer Trance nahen Entspannungssituationen und einer Trance unter Hypnose liegt vor allem darin, dass die Hypnose deutlich weiter geht und das innere Loslassen bis zu einem Zustand verstärkt, den man in der Regel aus eigener Kraft nicht erreichen könnte.

Ganz allgemein gesprochen ist Hypnose:

  • ein suggestives Verfahren, über das unser Unterbewusstsein direkt ansprechbar wird
  • eine Entspannungstechnik, bei der ein Klient aufnahmefähiger wird
  • ein veränderter Zustand unserer Bewusstseins und der Gehirnaktivität, der ganz unterschiedliche Tiefen und Auswirkungen haben kann
  • ein Zustand gesteigerter Lernfähigkeit
  • eine Trance Technik, mit der man innerer Veränderungen in kürzerer Zeit erreichen kann
  • eine besonders tiefgreifende Form der Kommunikation
  • Hilfe zur Selbsthilfe, denn der Hypnotiseur ermöglicht dem Klienten das zu ändern, was er selbst gerne ändern möchte

Eine ganz besondere Eigenschaft von Hypnosezuständen ist die Fähigkeit zum "virtuellen Lernen", also das Aufnehmen von Erfahrungen, die nur in der Vorstellung geschehen, aber vom Gehirn als real angenommen werden. Besonders in der Verhaltenstherapie ist das eine entscheidende Funktionsweise vieler Hypnose-Anwendungen. Denn in dem Trance Zustand einer Hypnose kann das Gehirn Erfahrungen in der Vorstellung als echte Erfahrungen und echten Lerneffekt speichern, um sie später in der Realität zu nutzen, als hätte es sie tatsächlich schon einmal gemacht. Diesen Effekt nutze ich ganz bewusst in vielen Hypnoseanwendungen.

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Ist Hypnose wissenschaftlich fundiert?

Seit September 2006 stuft der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie (nach §11 Psychotherapeutengesetz) die Hypnotherapie als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren ein. Besonders durch moderne wissenschaftliche Forschung konnte die Wirksamkeit der Hypnose in vielen Studien eindeutig belegt werden. Die Ergebnisse zeigen, daß es möglich ist, eine große Anzahl von Situationen und Problemen durch Hypnose positiv zu beeinflussen und auch langfristig erfolgreich zu behandeln.
Besonders in Bereichen von Ängsten (z.B. Prüfungsangst, Flugangst), Übergewicht, Raucherentwöhnung, Schlafproblemen, Migräne und Kopfschmerzen konnte die Wirksamkeit von Hypnose eindrucksvoll bestätigt werden (weitere Informationen finden sie zum Beispiel auf den Seiten von Prof. Dr. Dirk Revenstorf von der Universität Tübingen oder bei TherMedius )

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Wie fühlt sich Hypnose an?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, da verschiedene hypnotische Bewusstseinszustände existieren, die vom Klienten sehr unterschiedlich wahrgenommen werden können. Viele Menschen stellen sich eine hypnotische Trance so vor, daß man dabei nichts mehr mitbekommt, roboterartig “Befehle ausführt” und sich im Nachhinein an nichts mehr erinnern kann. Diese Vorstellung entstammt den typischen Klischee-Darstellungen der Hypnose in Hypnose-Shows oder in Filmen im Fernsehen, die zur reinen Unterhaltung dienen. Diese bewusstseins-manipulierende Trancen wie in der Show-Hypnose sind im therapeutischen Rahmen aber gar nicht erwünscht und auch keine Voraussetzung für einen Erfolg. Schon eine leichte bis mittlere Trance genügt, um die gewünschten tiefgreifenden Veränderungsprozesse zu verankern und auszulösen, auch wenn sie vom Klienten gar nicht als “besonders” wahrgenommen wird.

Auch wenn Entspannung keine zwingende Voraussetzung für hypnotische Zustände im Allgemeinen ist kann man über die therapeutische Hypnose sagen, dass die meisten Menschen eine starke körperliche Entspannung fühlen (“schwerelos”, “schwebend”). Sie  bekommen aber in einer Hypnoseanwendung weiterhin alles mit was um Sie herum geschieht. Das ist im Gegensatz zu einem Schlaf auch grundlegend wichtig, damit der Therapeut mit den notwendigen Bereichen des Gehirns weiter kommunizieren kann.
Für die meisten Anwendungen wird ganz bewusst eine Trance-Intensität erzeugt, in der Ihr Körper zwar völlig entspannt ist,  ihr Geist aber hellwach ist. Der Therapeut spricht in der Hypnose interaktiv mit dem Klienten, lässt sich bestimmte Wahrnehmungen vom Klienten beschreiben und kann so eine Situation des Klienten gezielt analysieren. Das schaffen in einer professionellen Hypnoseanwendung auch Menschen, die im normalen Leben vielleicht nicht so gut abschalten oder entspannen können.
Sollten Sie also in Ihrer Sitzung kein “ungewöhnliches” Trance-Gefühl verspüren, sagt das noch nichts über die Wirksamkeit der Hypnose aus.

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Wie funktioniert Hypnose?

Die Hypnose ist im Grunde nur ein Werkzeug, damit die erwünschten Veränderungsprozesse  im menschlichen Körper, seinem Nervensystem und seinem Gehirn in Gang gesetzt werden können.
Denn manchmal ist der menschliche Körper mit seinem Aufgaben einfach überfordert und übersieht ein Problem oder hat keine passende Lösung dafür. Dann ignoriert er entweder das Problem oder löst es sogar auf eine falsche Weise.
Mit Hilfe der Hypnose nimmt man direkten Zugriff auf die Fähigkeiten des Körpers und des Geistes und kann die erwünschten Lösungsprozesse anstoßen.
Dabei arbeitet man in der Hypnose mit sogenannten “Suggestionen”, also “Vorschlägen” an den Körper und Geist. Diese Suggestionen sind direkt aber trotzdem höflich und respektvoll, denn Ihr Unterbewusstsein lässt sich nicht einfach etwas befehlen.
In einem Zustand der Entspannung, fällt es Ihrem Unterbewusstsein leichter diese Suggestionen anzunehmen und daraus neue Gefühle und neue Verhaltensstrategien zu erlernen.

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Wie läuft eine Hypnoseanwendung ab?

Der Ablauf einer Hypnoseanwendung ist auf einer eigenen Seite ausführlich dargestellt.

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Was ist das Besondere an meinen Hypnosetechniken?

Durch meine moderne und fachspezifische Hypnose-Therapeuten Ausbildung (siehe “Über mich”) bin ich in der Lage, den für Sie individuell optimalen hypnotherapeutischen Ansatz zu wählen. Basierend auf einem fundierten psychopathologischen Verständnis kann ich entscheiden, welche Technik und welche Vorgehensweise für Ihre Anwendung zu wählen ist, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Ich passe meine Hypnoseanwendungen inhaltlich wie im Ablauf genau auf Ihre Bedürfnisse an. Es werden nicht nur “allgemeingültige Suggestionen” gegeben, sondern genau passend zu den Ursachen Ihres Anliegens. In meinen meisten Anwendungen gibt es ein interaktives analysieren und führen der Klienten. Dadurch kann der Klient seine wirklichen Empfindungen und Impulse seines Unterbewusstseins unter Hypnose in den Lösungsprozess einbringen, statt einfach nur Suggestionen aufgrund von Vermutungen des Hypnotiseurs zu bekommen.

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Muss ich an die Hypnose glauben?

Die Ergebnisse der Hypnose sind wissenschaftlich belegt und anerkannt. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Wirksamkeit der Hypnose zu verstehen. Sie sollten aber aus eigener Überzeugung zu mir kommen, eine Änderung für Ihr Anliegen auch wirklich wollen und mindestens bereit sein, mir offen zuzuhören und konstruktiv mit mir zu arbeiten.

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Bin ich überhaupt hypnotisierbar?

Praktisch jeder Mensch ist hypnotisierbar, manchmal nur unterschiedlich tief oder schnell. Die für die meisten Anwendungen notwendige Trance-Intensität kann fast jeder erreichen, manche brauchen einfach ein paar Minuten mehr oder weniger, für die in einer Hypnoseanwendung bei mir ausreichend Zeit ist.

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Bin ich während der Hypnose willenlos?

Nein, denn Sie befinden sich in einer Wach-Trance. Diese leichte Trance genügt für die meisten Anwendungen, um die gewünschten “Informationen” abrufen zu können und tiefgreifenden Veränderungsprozesse auszulösen. Sie bekommen alles mit, was ich Ihnen sage, was um Sie herum geschieht, antworten sogar auf meine Fragen und haben jederzeit selbstständig die Möglichkeit die Augen zu öffnen und die Hypnose zu beenden. Die Kritikfähigkeit ist zwar deutlich herabgesetzt, bleibt aber vorhanden. Sobald ich eine Anweisung geben würde, die außerhalb Ihrer Persönlichkeitsstruktur liegt, wird Ihr innerer Widerstand Ihre Trance auflösen. Niemand braucht also Bedenken zu haben, er könne in Hypnose Dinge tun, die er nicht möchte.

Lesen Sie dazu auch Wie fühlt sich Hypnose an?

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Schlafe ich in Hypnose oder bin ich bewusstlos?

Ein ganz klares “Nein”. Anders als in einer Show-Hypnose (wie Sie sie vielleicht aus dem Fernsehen kennen) bleiben Sie während der ganzen Hypnosedauer wach und bewusst. Sie hören in Hypnose alles ganz genau und behalten die Kontrolle über Ihr Denken. Denn der Kontakt zum Hypnotiseur ist ein wichtiger Teil der Hypnose, sonst wäre ja eine Aufnahme der Worte des Therapeuten in Hypnose und eine Reaktion durch den Klienten nicht mehr möglich.  Sollten Sie zum Beispiel aufgrund einer aktuellen Übermüdung doch einmal durch die Entspannung in einer Anwendung einschlafen ist das ein ganz normaler Schlaf, wie er auch in einer anderen entspannten Situation (beim Ausruhen auf einem Sofa) auftreten kann und aus dem Sie ebenfalls jederzeit aufweckbar sind. Der Hypnotiseur wird dieses Einschlafen in der Regel schnell erkennen und Sie wieder in eine Wach-Trance überführen, die für die weitere Behandlung notwendig ist.

Lesen Sie dazu auch Wie fühlt sich Hypnose an?

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Wie lange hält die Wirkung der Hypnose an?

Der Trance Zustand der Hypnose ist sofort nach der sogenannten Ausleitung (siehe auch Der Ablauf einer Hypnoseanwendung) am Ende der Sitzung aufgehoben. Wie nach einer anderen längeren Entspannungsphase auch (z.B. Mittagsschlaf) kann es noch einige Zeit dauern, bis Sie wieder völlig “wach” sind. Das ist besonders im Hinblick auf normale Blutdruckwerte und Herzfrequenz wichtig.
Das in der Hypnose in Ihrem Unterbewusstsein Erlernte steht Ihnen sofort nach der Hypnose zur Verfügung und wird sich in der Regel in den folgenden Tagen und Nächten (neurologisch) noch weiter vertiefen und festigen. Die Wirkung der Hypnose bleibt also natürlich auch nach der eigentlichen Sitzung erhalten. Wie bei anderen “Lernprozessen” im Gehirn auch, kann es aber manchmal Tage bis Wochen dauern, bis bestimmte Veränderungen in Ihrem Leben die endgültige Wirkung zeigen. Wiederholungen können bei bestimmten Anwendungen die Intensität und Dauer der Wirkung weiter steigern.

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Wie viele Hypnose-Sitzungen sind notwendig?

Auch wenn hierüber in Angeboten immer wieder hohe Versprechungen gemacht werden, das ist seriös nicht allgemeingültig zu beantworten. Auf Basis von Erfahrungswerten kann man aber von statistischen Erfolgsquoten für bestimmte Anwendungen sprechen, diese variieren stark zwischen den Anwendungen. Ihre persönlichen Bedürfnisse sind natürlich von Ihrer ganz eigenen Situation und Verfassung, dem Andauern eines Problems und natürlich dessen individueller Ausprägung abhängig.
Für viele verhaltensbedingte Anwendungen können 2-3 Sitzungen ausreichend sein. Für andere komplexe Fragestellungen und Veränderungsprozesse wie im Coaching ist eine längere Hypnosebegleitung sogar ausdrücklich erwünscht.
Besonders schnelle Erfolge werden in der Regel zum Beispiel bei der Raucherentwöhnung erreicht, sodass hier pauschal ein Paket mit einer eigentlichen Sitzung und einem zweiten Termin für eine Nachbesprechung und Verfestigung angeboten wird.
Allgemein kann man sagen, daß es für Hypnose besonders “passende” Anwendungen gibt, bei denen gegenüber alternativen Methoden ein besonders schneller und effektiver Erfolg zu erwarten ist.

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Gibt es Gefahren bei der Hypnose?

Diese Frage wird zum Thema Hypnose besonders häufig diskutiert. Grundsätzlich ist die Hypnose ein ganz natürlicher Zustand und an sich weitestgehend ungefährlich, wenn man die wenigen aber wichtigen medizinischen Kontraindikationen beachtet.
Wichtig ist aber die Anwendung durch einen gut ausgebildeten Hypnotiseur, der neben einem fundierten Wissen und Erfahrungen über Hypnosetechniken auch spezielle Ausbildungen in den einzelnen spezifischen Anwendungen hat. Als besonders wichtig zeigt sich in der großen Zahl von Angeboten neben einer reinen Hypnoseausbildung immer deutlicher auch die Notwendigkeit von fundierten Kenntnissen in der Psychopathologie und Psychotherapie. Nur so kann ein sicherer diagnostischer Prozess, ein sinnvoller Anwendungsplan und das Erkennen von Kontraindikationen sichergestellt werden.
Insbesondere können durch unkundige oder schlecht ausgebildete Hypnotiseure zu leichtsinnig oder aus Unwissenheit Anwendungen durchführt werden, die zu tief ins Unterbewusstsein des Klienten eingreifen oder Ziele verfolgen, die im Konflikt zu kritischen Dynamiken im Inneren des Klienten stehen und damit einen inneren Konflikt im Zweifel noch weiter verstärken.

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